Lebenslauf

Philippe Malhaire (1983-) ist außerordentlicher Professor im Fach Musik und promovierte an der Universität Paris Sorbonne in Musik und Musikwissenschaft. Derzeit ist er Leiter der Sammlung Musiken in Frage(n), herausgegeben von L'Harmattan, Mitherausgeber (mit Anthony Girard) der Musikzeitschrift Pour les sonorités opposées Ästhetik und musikalische Analyse des zwanzigsten und zwanzigstenersten Jahrhunderten und Mitglied der Redaktion von Cahiers Ravel von der Maurice Ravel-Stiftung veröffentlicht. Er ist wissenschaftlicher Mitarbeiter des CRULH (Centre de Recherche Universitaire Lorrain d'Histoire) und lehrt an der Universität Lorraine (Metz). Spezialisiert auf Moderne und Postmoderne, ist er vor allem ein anerkannter Theoretiker der Polytonalität.

Philippe Malhaires Partituren lassen eine musikalische Persönlichkeit von größter Sensibilität durchscheinen, die von einer großen Gedankenstärke getragen und von einem tiefgreifenden Ideal belebt wird. Er ist einer dieser Komponisten, die sich heute der Notwendigkeit bewusst sind, den von der Tradition übernommenen kontrapunktischen und harmonischen Reichtum in einen modernen Diskurs zu integrieren.

© 2017 Renaud Bouré

« Ein Werk ist nicht deshalb „neu“, weil es die musikalische Sprache systematisch neu erfindet oder weil es die Wahrnehmungsmöglichkeiten des menschlichen Gehirns in Frage stellt. Ein Werk ist wirklich „neu“, wenn es sein Autor mit Ehrlichkeit und Eifer ersinnt und somit seiner einzigartigen Persönlichkeit, dem Kind seiner Zeit, seiner Erziehung und seinen ästhetischen Entscheidungen ermöglicht, sich musikalisch auszudrücken, mit dem Ziel eine Gefühlsregung zum Leben zu erwecken, die unweigerlich in dieser speziellen Form vorher nicht existierte. Das ist die echte „Neuheit“ : in dieser Form ist sie ewig ».

Philippe Malhaire, Pour les sonorités opposées, 2017, p. 100.

© 2020, Philippe Malhaire

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